Grüner Star (Glaukom): Die Früherkennung und Behandlungsmethoden im Augenzentrum München
Der Grüne Star ist eine in Deutschland häufig auftretende Erkrankung der Nervenfaserschicht des Auges. Erst in den Spätstadien dieser Erkankung wird ein Schaden am Sehnerv bei der normalen Augenuntersuchung sichtbar. Hat der Schaden bereits mehr als 60% der Nervenfasern erreicht, kann der Betroffene auch schon einmal selbst die ersten Gesichtsfelddefekte bemerken. Bei den Frühstadien verläuft die Erkrankung für den Patienten unbemerkt, da weder Beschwerden noch Sehprobleme auftreten. Daher ist eine Früherkennung der Erkrankung sehr wichtig.
Ein erhöhter Augeninnendruck ist der häufigste Risikofaktor für den Grünen Star. Aber auch andere Faktoren wie Blutdruckschwankungen oder Gefäßerkrankungen können einen Grünen Star verursachen. Der Grüne Star kann vererbt werden. Daher ist beim Auftreten von Grünem Star in der Familie von einem erhöhten Risiko ausgehen.
Wichtig ist die Frühdiagnostik, um einen Schaden am Sehnerv so früh wie möglich abzuwenden.
Die Basis-Diagnostik im Augenzentrum München: Hornhautdicke, Augendruck, Nervenfaserschichtdicke
Die Grundsäulen der Diagnostik beim Grünen Star sind die Augendruckmessung und die Messung der Nervenfaserschichtdicke (GDX). Bei der Augendruckmessung sollte die Hornhautdicke grundsätzlich mitgemessen werden, da Augendruckwerte stark von der Hornhautdicke abhängen. Die modernen berührungsfreien Messgeräte können den Augendruck und die Hornhautdicke in wenigen Sekunden völlig schmerzfrei messen.
Bei einem Verdachtsfall bringt eine laserunterstützte Vermessung der Nervenfaserschicht (GDX) Klarheit über den Zustand der Nervenfaser und ggf. den Fortschritt der Erkankung. Eine Gesichtsfelduntersuchung ist in der Regel den Spätstadien des Grünen Stars vorbehalten.
Was sind Verdachtsfälle für das Vorliegen eines Grünen Stars (Glaukom)?
Eine Nervenfaseruntersuchung (GDX) ist bei folgenden Verdachtsfällen sinnvoll:
- Auffälliger Augeninnendruck: Eine dicke Hornhaut kann einen höheren Augendruck "vortäuschen". Wenn trotz einer Messung der Hornhautdicke und Korrektur der gemessenen Augendruckwerte der Augendruck über 20 mmHg ist, ist eine weiterführende Diagnostik sinnvoll.
- Auffälliger Sehnerv: Zeigt der Sehnerv eine auffällige "Eindellung" in der Mitte, eine ungewöhnliche Blässe oder Einkerbungen, dann kann dies ein Hinweis für einen Nervenfaserschaden sein.
- Häufiges Auftreten von Grünem Star (Glaukom) in der Familie
- Blutdruckschwankungen, niedriger Blutdruck, kalte Hände und Füsse: Besonders bei auffälligen Augendruckwerten.
- Migräne und Gefäßspasmen
- Schlafapnoe (Atemaussetzer im Schlaf)
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