Moderne Therapie beim Glaukom / Grünen Star im Augenzentrum München
Die Therapie des Grünen Stars (Glaukom) erfolgt in den meisten Fällen durch Augentropfen. Als Ergänzung oder Verstärkung der Therapie kommen verschiedene Lasertherapien zum Einsatz, die einerseits die Produktion des Augeninnenwassers herunterregeln und andererseits die Abflusswege des Auges erweitern können:
High-Tech in der Glaukomtherapie: Der Einsatz des Lasers in der Drucksenkung beim Grünen Star
Als "Start-Therapie" kommt die sogenannte selektive Laser-Trabekuloplastik SLT zum Einsatz: Diese sehr sanfte Laserbehandlung ist schmerzfrei und führt zu einer Erweiterung der Abflusskanäle des Auges. Dadurch wird der Abtransport des Kammerwassers gefördert und der Augendruck sinkt. Die Behandlung kann bei Bedarf auch wiederholt werden. Je nach Indikation kommen noch zwei weitere Lasertherapien zur Senkung des Augendrucks beim Grünen Star zum Einsatz: Der YAG-Laser kann eine Abflussbehinderung im Bereich der Linse und der Pupille beheben und der CPC-Laser kann durch eine sanfte Verödung einiger Teile des sogenannten Zilliarkörpers die Kammerwasserproduktion nachhaltig eindämmen.
All diese Verfahren haben im Augenzentrum München ihren eigenen Stellenwert und sind, wenn sie rechtzeitig und richtig eingesetzt werden, sehr erfolgreich.
>> Videopräsentation der SLT-Laserbehandlung zur Drucksenkung bei Grünem Star (Englisch)
Prostaglandine gehören zu den verträglichsten und effektivsten Wirkstoffen in der Therapie des Glaukoms und werden im Augenzentrum München am häufigsten verordnet.
Die Prostaglandine sorgen für einen vermehrten Abfluss des Kammerwassers und senken somit effektiv den Augendruck. Die Vorteile dieser Therapie sind die einmalige Gabe am Tag und die seltenen Allergien. Die Prostaglandine lassen sich auch mit den sogenannten ß-Blockern gut kombinieren, wenn die drucksenkende Wirkung durch ein Wirkstoff allein nicht ausreicht. Die derzeit aktuellen Präparate aus der Prostaglandingruppe sind: Xalatan, Travatan, Lumigan und Taflotan. Für einige dieser Präparate sind bereits Kombinationen mit ß-Blocker verfügbar, die auch nur einmal am Tag getropft werden müssen. Hierzu gehören die Präparate Xalacom, Duotrav und Ganfort.
Damit auch jeder Tropfen im Auge landet: Tropfhilfen erleichtern die Darreichung von Glaukom-Tropfen.
Die Verabreichung der Augentropfen gestaltet sich nicht für jeden einfach. Deshalb sind für einige - leider noch wenige - Präparate kostenlose Tropfhilfen verfügbar, die eine Verabreichung der Augentropfen durch den Patienten selbst sehr vereinfachen. Das hier abgebildete "Xal-Ease" ist auf die Tropfflaschen der Präparate Xalatan und Xalacom abgestimmt und verabreicht auf Knopfdruck einen Tropfen in den Bindehautsack des Patienten.
Intelligente Implantate in der Glaukomchirurgie
Moderne Implantate regeln den Augendruck wie ein "Ventil". Verfügbar sind aktuell zwei Formen der Glaukomimplante: Mini-Implantate, wie das hier abgebildete EX-PRESS, leiten das Kammerwasser unter die Bindehaut ab. Dort wird das Kammerwasser dann von den Venen und Lymphgefäßen absorbiert. Die größeren Glaukomimplantate, wie AHMED-VALVE, sind mit Reservoiren verbunden, die als Ausweichraum für den Augendruck und als Drainagehilfe dienen.
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