Fragen und Antworten


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Fragen und Antworten zur Linsenimplantation im Augenzentrum München

Dr. A.-M.Parasta, Ärztlicher Leiter des Augenzentrum München

Hier finden Sie eine Auswahl der häufigsten Fragen in unserer Beratungssprechstunde zum Thema Multifokallinsen und Linsenimplantation:

Was passiert, wenn sich meine Sehstärke nach einer Linsenimplantation mit Multifokallinsen im Laufe der Jahre ändert bzw. meine Alterssichtigkeit zunimmt?

Die natürliche Alterssichtigkeit / Altersweitsichtigkeit entsteht durch eine Alterung und somit Versteifung der natürlichen Augenlinse: Die natürliche Augenlinse verändert durch den Alterungsprozess ihre Form und Flexibiltät. Damit verändert sich im Normalfall auch die Sehstärke mit zunehmendem Alter. Nach dem Austausch der natürlichen Linse durch eine Multifokallinse wird jedoch dieser Prozess der Alterung "eingefroren": Die Kunstlinse verändert ihre Stärke nicht und wirkt in allen Brennweiten auch im Laufe der Jahre konstant. Eine große Schwankung der Sehstärke (Dioptriezahl) nach einer Implantation ist daher sehr unwahrscheinlich. Wir verwenden im Augenzentrum München nur Multifokallinsen von etablierten und namhaften Herstellern (wie Carl Zeiss), die eine langfristige Stabilität der Linsen garantieren können. 

 
Kann ich davon ausgehen, dass ich nach einer Implantation von Multifokallinsen bis ins hohe Alter gut sehen kann?

Ja, natürlich vorausgesetzt, daß andere Organe des Auges im Alter gesund bleiben und nicht erkranken bzw. keine frühzeitige Alterung aufweisen. Die Erfahrung aus über 30 Jahren moderner Linsenchirugie zeigt: Die Linsenimplantation an sich bringt eine stabile Versorgung des optischen Systems des Auges bis ins hohe Alter mit sich. Um eventuell vorbestehende Erkrankungen des Auges auszuschließen, untersuchen wir vor jeder Linsenimplantation im Augenzentrum München Ihre Augen sehr eingehend von der Hornhaut bis zur Netzhaut.

Wie lange "funktioniert" eine Multifokallinse gut im Auge? Muss sie irgendwann wieder ausgetauscht bzw. erneuert werden?

Die "Lebensdauer" der modernen Multifokallinsen wird auf ca. 90 Jahre geschätzt. Theoretisch müssten ca. 90 Jahre nach der Implantation Trübungen in der Linse zu entdecken sein. Trübungen oder andere "Verschleisserscheinungen" wurden bis jetzt bei den aktuell verwendeten Materialien weltweit noch nicht beobachtet. 

Kann ich nach der Linsenimplantation einen Grauen Star bekommen?

Nein, die Entwicklung eines Grauen Stars bleibt Ihnen sozusagen "erspart": Der Graue Star ist eine altersbedingte Trübung der Augenlinse. Nach dem Ersetzen Ihrer Augenlinse durch eine Multifokallinse, können Sie keinen Grauen Star mehr bekommen. Durch die natürliche Veränderung der Linsenkapsel kann sich jedoch ein sogenannter "Nachstar" einstellen, der sich durch eine spezielle Laserbestrahlung innerhalb weniger Minuten wieder beheben lässt.

Aus welchem Material werden die multifokalen Linsen hergestellt?

Die Multifokallinsen werden aus biologisch kompatiblem Acrylat hergestellt. Dieses Material wird von unserem Immunsystem nicht als Fremdkörper erkannt und wird daher ab der 1. Minute der Implantation als körpereigen empfunden.

Was kann ich nach der Implantation erwarten? Welche Tätigkeiten kann ich ohne Brille machen?

Internationale Studien zeigen, dass nach der Implantation von Multifokallinsen ca. 90% des Alltags ohne eine Sehhilfe mühelos gemeistert werden können. Dies deckt sich auch mit der Erfahrung unserer Patienten im Augenzentrum München. 

Während Ihrer Erstuntersuchung im Augenzentrum München findet eine eingehende Besprechung und Analyse Ihrer "Sehbedürfnisse" mit Ihrem Operateur statt. Diese Informationen sind entscheidend für die Wahl des richtigen Linsentyps. Unsere Erfahrungen in der Wahl des richtigen Linsentyps helfen Ihnen, ein effektives Ergebnis nach Ihrer Linsenimplantation zu bekommen.

Spüre ich eine implantierte Multifokallinse in meinem Auge? 

Nein. Da die Linse am Platz Ihrer natürlichen Linsen positioniert wird, werden Sie Ihre neue Linse nie spüren können. Ein Fremdkörpergefühl entsteht immer nur durch eine Reizung der Augenoberfläche, wie z.B. durch ein Sandkorn. Im Bereich der Linse dagegen gibt es im Auge keine Nerven, die ein Fremdkörpergefühl oder gar die Wahrnehmung eines Fremdkörpers melden könnten. Ihre neue Linse wird daher nicht anders empfunden, als ihre eigene natürliche Linse. Im Augenzentrum München verwenden wir die jeweils neuesten Verfahren der Linsenimplantation, die eine sehr schnelle Erholung des Auges von der Implantation ermöglichen. 

Sieht man meine implantierte Multifokallinse von außen? Sieht mein Auge nach der Linsenimplantation anders aus als vorher?

Nein, da Ihre neue Multifokallinse hinter der Pupille positioniert wird, ist sie von außen nicht sichtbar. Bei genauerem Hinsehen, kann lediglich eine dunklere Pupille auffallen. Da die Multifokallinsen etwas klarer als die natürlichen Linsen sind, wirkt das Auge nach einer Linsenimplantation etwas "strahlender".

Durch diese beiden Phänomene können die Augen etwas mehr "Glanz" gewinnen und etwas strahlender wirken. Der Grund für diesen neuen Glanz in Ihren Augen bleibt aber ihr Geheimnis ;-).

 

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Expertenbeitrag von Dr. Parasta bei Jameda / Focus über Multifokallinsen.

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B.M.
11.01.2013 13:44

Sehr geehrte Damen und Herren,ich bin vor ca 6 Jahren wg.Kurzsichtigkeit mit vollem Erfolg gelasert worden, allerdings brauche ich mittlerweile eine Lesebrille.Könnte ich dieses
Problem mit der implantierten Multifokallinse lösen?
Mfg, M.B.
C.K.
12.01.2013 15:34

Wie alt muss man mindestens sein, um sich eine Linse implantieren zu lassen?
Augenzentrum München
14.01.2013 11:54

Hallo B.M.,
bei einer LASIK Behandlung für Kurzsichtigkeit - wie bei Ihnen erfolgt - ist eine Versorgung mit Multifokallinsen möglich. Bei einer Korrektur von Weitsichtigkeit durch Augenlaser empfehlen wir keine Implantation von Multifokallinsen, da hier durch die veränderte Hornhautbiometrie die exakte Bestimmung der Linsenstärke selten gelingt.

Ihr Team des Augenzentrum München
Augenzentrum München
14.01.2013 12:07

Hallo C.K.,
die Multifokallinse kommt in Frage, wenn die Alterssichtigkeit bereits eingetreten ist, sprich für den Nahbereich eine zusätzliche Korrektur (Lesebrille oder Gleitsichtbrille) bereits verwendet wird. In Besonderen Fällen von sehr hohen Fehlsichtigkeiten kommt eine Multifokallinsenimplantation in Frage wenn z.B. keine anderen Verfahren wie LASIK oder ICL Implantation zum Einsatz kommen können.

Ihr Team des Augenzentrum München
R.L.
30.01.2013 13:53

Sehr geehrte Damen und Herren, ich werde im September 53 jahre alt. Kurzsichtig bin ich schon Jahre lang. Leider habe ich vor ein paar Jahren auch die Altersichtigkeit bekommen. Kann Kleingeschriebenes nicht mehr richtig lesen geschweige einen Faden in die Nadel bringen. Mit der Gleitsichtbrille komme ich eigentlich nicht zurecht, da wöllbt sich beim Gehen der Boden. Muss auch sagen, sitze in der Arbeit den ganzen Tag am PC. Benütze lieber zwei verschiedene Brillen, zum Autofahren und zum Lesen.
Was für eine Möglichkeit würde es für mich geben?
Danke für Ihre Antwort.
MFG, R.L.
Augenzentrum München
31.01.2013 09:47

Hallo,
um den Fern- und Nahbereich gleichzeitig auszukorrigieren kommt die Multifokallinse als eine sehr gute Alternative zur Gleitsichtbrille zum Einsatz. Der Vorteil der Multifokallinse ist, dass sie im Auge implantiert wird und somit mit jeder Augenbewegung mitgeht und blickrichtungsunabhängig funktioniert. Somit gibt es hier die klassischen Probleme, die ein Gleitsichtbrillenträger kennt, nicht.

Der optimale Bereich der Multifokallinse im Nahbereich liegt in 30-50 cm Abstand zum Auge. In diesem Bereich kann auch Kleingedrucktes abgebildet werden.
Somit ist das Lesen und auch Büroarbeiten am Bildschirm (sofern der Bildschirm im richtigen Abstand steht) abgedeckt.

Sollte einmal - z.B. aufgrund eines festmontierten Bildschirms der sich nicht verschieben lässt - ein größerer Abstand erforderlich sein, kann hier zu einer Ergänzungsbrille (+1,00 Dpt) für die Bildschirmarbeit gegriffen werden. Es gibt aber auch die Möglichkeit - bei besonderen Anforderungen wie bei Musikern - eine Trifokale Multifokallinse einzusetzen, welche den Bereich von 40-70 cm abdecken kann, dafür aber einen geringfügig geringeren Kontrast bietet.

Es gibt somit für jeden Bedarf eine entsprechende Versorgung, wenn eine Alternative zur Gleitsichtbrille gewünscht ist.

Ihr Team des Augenzentrum München
S.J.
06.03.2013 09:52

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin 50 Jahre alt und seit dem 9.Lebensjahr kurzsichtig. Meine letzten gemessenen Werte lagen bei rechts -13,5 und links -19,0.Im Oktober 1994 hatte sich, kurz vor der Geburt meiner Tochter, am linken Auge die Netzhaut begonnen zu lösen. Die vollständige Ablösung wurde in Freiburg erfolgreich durch eine Operation (Plombe) verhindert. Kleinere "Löcher" in der re. Netzhaut wurden von meinem Augenarzt gelasert. Seither keine erneuten "Löcher" soweit wenigstens alles i.O.
Anfang Mai 2008 wurde dann leider (Ursache unbekannt) mein Sehnerv am li. Auge geschädigt, so dass ich auf dem li. Auge nur noch unscharf sehen kann. Seit ca. 1/2 Jahr stellen sich nun bei mir auch die Zeichen der Alterssichtigkeit ein. Habe mir jetzt eine Lesebrille zugelegt. Besteht trotz alledem die Möglichkeit einer Korrektur durch Multifokallinsen?
Ein herzliches Danke für Ihre Antwort.
MFG S.J.
Augenzentrum München
08.03.2013 09:55

Hallo,
Voraussetzung für die Implantation von Multifokallinsen ist eine volle Funktionsfähigkeit der Netzhaut und des Sehnerven. Bei Vorschäden, die zu ausgedehnten Gesichtsfeldausfällen oder zur Minderung der zentralen Sehschärfe geführt haben, sollte keine Multifokallinse gewählt werden.
Ihr Team des Augenzentrum München
E.M.
11.03.2013 14:34

Ich habe als Kind geschielt und deswegen eine Brille getragen. Jetzt tage ich Kontaktlinsen. Ich muß jetzt aber zusätzlich öfter eine Lesebrille tragen, obwohl meine Linsen + sind. Sind diese Implantate auch für mich geeignet? Ich bin jetzt 47 Jahre alt. Wieviel würden mich 2 neue Linsen kosten und kann mann das innerhalb von 1 Woche tun, wegen Anreise. Übernehmen Privatkassen diese Kosten?
Augenzentrum München
19.03.2013 16:26

Hallo,
die Alterssichtigkeit kann prinzipiell mit einer Multifokallinse korrigiert werden. Voraussetzung ist jedoch, dass die Sehleistung beider Augen gleich ist. Ist ein Auge (trotz Brille und Kontaktlinse) wesentlich schlechter in der Sehleistung, ist von der Implantation von Multifokallinsen abzuraten.

Ein kindliches Schielen, welches nur wegen der hohen Weitsichtigkeit bedingt war, ist kein Hindernis für Multifokallinsen.

Bei Privatkassen besteht i.d.R. Erstattungsfähigkeit, sofern die Operation nicht durch eine "Kette" oder "Firma" sondern durch einen Arzt ausgeführt und in Rechnung gestellt wurde.
Die Operationskosten betragen derzeit durchschnittlich zwischen ca. 4.600 und 5.900 für beide Augen je nach Linsentyp. Hinzu kommen Anästhesiekosten für ca. 400 Euro. Die Abrechnung erfolgt indivduell nach Gebührenordnung für Ärzte.
Ihr Team des Augenzentrum München
 




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